Warum Holz- oder Holz-Metall-Fenster


Argumente gegen das Kunststoff-Fenster:

Das Haupthindernis des Universaleinsatzes des Kunststoff-Fensters ist die limitierte Grösse:

  • Kunststoff-Fenster-Hohlprofile müssen ab 1 m Länge ausgesteift werden.
  • Der Längenausdehnungskoeffizient von Holz zu Kunststoff ist 1:2 (noch stärker als zu Metall). Diese Ausdehnung wirkt sich besonders negativ aus, wenn ½ der Fenster besonnt und ½  im Schatten sind.
  • Schon bei einer normalen Einbautemperatur von 10º C und einer Nutzungstemperatur von 20º C entsteht eine Temperatur-Differenz im Kunststoff-Fensterprofil von 30º C.
  • Bei minus 10º C entsteht eine Verkürzung der Profile von 1,73 mm, bei plus 10º C entsteht eine Dehnung von 2,37 mm. Dies ergibt Schwierigkeiten im Anschlussbereich. Wegen diesen Bewegungen ist es sehr viel schwieriger, ein grösseres Kunststoff-Fenster zu verwenden.
  • Bei Holz kann die Längendehnung vernächlässigt werden, hingegenn nicht bei Kunststoff, der in der Länge die gleiche Ausdehnung hat wie in der Breite. Aus demselben Grund sind dunkle Anstriche bei Kunststoff-Fenstern äusserst problematisch wegen der thermischen Aufheizung der Oberflächen.

Die Wärmeleitfähigkeit von Kunststoff ist 50x höher als die von Holz; trotz 2- oder 3-Kammerprofilen fühlt sich ein Kunststoff-Fenster im Winter innen kalt an.

Grössere Schäden an Kunststoff-Fenstern (z.B. nach Einbruchversuchen) können nicht ausgebessert werden. Das Fenster muss in diesem Fall komplett ersetzt werden.

Kunststoff-Fenster bestehen aus Polyvinylchlorid: Bei Verbrennung entstehen giftige (Chlorgase) und kanzerogene (= krebsfördernde) Stoffe (z.B. das sogenannte Seveso-Gift PCB).

Die Entsorgung von PVC ist problematisch. Die in einem Fenster vorhandenen Materialien (Glas, Metall, PVC) müssen getrennt werden. PVC kann nur ohne Anhaftung (z.B. Versiegelungsmasse) recycelt werden, ansonsten ist eine Entsorgung nötig. Bei einem anstehenden Austausch alter oder defekter Kunststoff-Fenster werden die hohen Entsorgungsgebühren (bei bekannten Problemen der Abfallentsorgung) zu Lasten des Kunden gehen.

Bedingt durch die statische Aufladung des Kunststoffs muss mit erhöhtem Reinigungsaufwand gerechnet werden. Dies gilt besonders an stark befahrenen Strassen.